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Hrvatsko nacionalno svetište

Majke Božje Bistričke

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Der selige Alojzije Stepinac und Marija Bistrica

Der Zagreber Erzbischof und Kardinal Alojzije Stepinac (1937-1960) seliggesprochen 1998, war eng mit dem Heiligtum der Muttergottes von Marija Bistrica verbunden. Zufuß führte er die Wallfahrten aus Zagreb an, predigte in Marija Bistrica und rief mit Rundschreiben zur Andacht und Verehrung der hl. Jungfrau Maria auf. Im Jahre 1939 richtete er an die kroatischen Bischöfe, Geistlichen und Gläubigen die Bitte, die Erneuerung des Heiligtums zu unterstützen. In demselben Jahr führte er Wallfahrer nach Rom aus Anlaß der 1300. Jahresfeier der ersten Verbindungen des kroatischen Volkes mit dem Heiligen Stuhl und verlautbarte bei dieser Ge-legenheit, daß das kroatische Volk der Maria geweiht ist, und daß in Marija Bistrica ein Kalvarienberg mit den Kreuzwegstationen errichtet werden sollte. Am letzten Sonntag des Monats Oktober, am Christ-Königstag des Jahres 1939 legte er den Grundstein für die Kapelle des Hl. Petrus am Fuße des Berges unter der Basilika und dem Pfarrhof, wo zur Zeit der großen Wallfahrten die Menschen zur Kom-munion gehen können. Heute werden in der Kapelledes Hl. Petrus die Votiv-gaben aufbewahrt, und gelegentlich dient sie auch als Festsaal für verschie-dene Versammlungen.

Der internationale Marianische Kongreß 1971

Die erste große Versammlung von Wallfahrern nach dem Zweiten Welt-krieg fand am 15. August 1971 statt. Es war das Ende des VI. internationalen Mariologischen Kongresses (6.-12. August 1971 in Zagreb) und XIII. in-ternationalen marianischen Kongresses vom 12.-14. August in Zagreb, und am 15. August 1971 in Marija Bistrica. Beide Kongresse organisierte die Päpstliche Marianische Akademie in Rom an deren Spitze der langjährige Präsident, der kroatische Franziskaner, p. Karlo Balic stand. Bei der Eu- charistischen Feier, angeführt von dem besonderen Gesandten des Papstes Paul VI., Kardinal Franjo Seper, Vorsitzenden der Kongregation für Religionslehre (Congregatio pro doc- trinafidei) (1968-1981) und ehemaligen Zagreber Erzbischof (1960-1968), versammelte sich eine bis dahin in kommunistischen Ländern nicht ge-sehene Menschenmenge von etwa
150.0 Pilgern.
Wahrend der Feierlichkeit wandte sich Papst Paul VI. über Radio Vatikan an die Wallfahrer mit einer Radiobotschaft. Derselbe Papst Paul VI. (1963-1978) schenke dem Marienheiligtum in Marija Bistrica einen goldenen Kelch.

Die Proklamierung des Nationalheiligtums 1971

Auf der herbstlichen Plenarsitzung der Bischofskonferenz Jugoslawiens proklamierten die kroatischen Bischöfe am 3. Dezember 1971 die Marienwallfahrt in Marija Bistrica, die von allen Kroaten verehrt wird, zum Kroatischen Nationalheiligtum der Muttergottes von Marija Bistrica - Königin der Kroaten.
“Seele der Seele Kroatiens,
Mutter Christi,
Sonne unserer Leiden, höre nicht auf zu scheinen! ”
(Jeronim Korner, an der Wand des Altarraumes).

Der Nationale eucharistische Kongreß - NEK ‘84

Die zweite großartige Versammlung der katholischen Kirche von Kroatien fand am 9. September 1984 statt. An diesem Tag versammelte sich in Marija Bistrica eine Menge von
400.0    Pilgern. Man feierte dreizehn Jahrhunderte Christentum des kroati-schen Volkes. Gefeiert wurden im Ver-lauf von 9 J ahren verschiedene Jahres-tage, von der Taufe der Kroaten 641 (Taufbecken und Kreuz des Fürsten Viseslav), über die Feier in Solin (kroatisches Marien-Urheiligtum), in Biskupija bei Knin (die älteste erhaltene Mariendarstellung), in Nin (Jahr des Fürsten Branimir, Votivkreuz) bis zur Dreihundertjahresfeier der Auffindung der Marienstatue in Marija Bi- strica (1684-1984). Die Schlußfeier bildete der Nationale eucharistische Kongreß (NEK ‘84). Da die politischen Umstände die Anwesenheit des Papstes nicht ermöglichten leitete den Kongreß der Wiener Erzbischof, Kardinal Franz König, als besonderer Gesandter des Papstes Johannes Paul II. und ehemaliger römischer Schulkollege der Zagreber Erzbischöfe Alojzije Stepinac und Kardinal Franjo Seper. Der Prediger bei dieser und vielen anderen J ubiläumsfeiem war der damalige Zagreber Erzbischof, Kardinal Franjo Kuharid, der mit seinen Predigten die kroatischen Gläubigen im katholischen Glauben und ihrer katholischen Identität festigte.

Die Seligsprechung des Kardinals Alojzije Stepinac

Im Gedenkbuch des Nationalen Heiligtums der Muttergottes von Bi- strica in Marija Bistrica ist mit goldenen Lettern das Datum des 3. Oktobers 1998 eingeschrieben. An diesem der Maria geweihten Tag und Monat hat Papst Johannes Paul II., Pole aus dem Weißen Kroatien, Pilger zu allen Marienwallfahrten der Welt und großer Verehrer Marias (“Totus tuus”) persönlich unter der wundertätigen schwarzen Statue der Muttergottes von Marija Bistrica - Königin der Kroaten den ehemaligen Zagreber Erzbischof, Kardinal Alojzije Stepinac (1898-1960), seliggesprochen. Er tat das auf die Bitte des jetzigen Zagreber Erzbischofs mons. Josip Bozanic (1997-) ausgesprochen vor fast
500.0    Pilgern. Und während die Menge der Gläubigen mit Jubel und Gesang ihren Dank ausdrückte, erhellte sich der bis dahin bedeckte Himmel unter den Strahlen der Sonne. Dazu erschallte das volkstümliche kroatische Weihnachtslied “Das verkündet uns jetzt der Himmel und die Stimme vom Himmel bestätigt es”. In dieser Seligsprechung des Märtyrer-Erzbischofs Alojzije Stepinac erkannte das kroatische Volk den gerechten Sieg über das Böse, im besonderen über das totalitäre Regime des Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus. Es gibt kein Nachgeben wenn es sich um die Wahrheit handelt. Die Seligsprechung empfand man als Sieg des gerechten Kampfes für Wahrheit, Freiheit und Gleichberechtigung, für den Glauben an Gott und Achtung des Menschen, für die Würde des Einzelnen und die Liebe zur ganzen Menschheit.
Zum Zeichen der Dankbarkeit hat die Gemeinde Marija Bistrica den Hauptplatz der Republik zum Platz des Papstes Johannes Paul II. umbenannt. Papst Johannes Paul II. machte dem Heiligtum Marija Bistrica einen Kelch und einen goldenen Rosenkranz zum Geschenk als Andenken an diesen Tag.

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